Muri-Neuenburg wird zur Goldküste

 

Der internationale Jet-Set hat eine neue Trend-Destination gefunden. Das einst idyllische Muri-Dorf hat sich zu einem Hotspot der Reichen und Schönen entwickelt. Aber nicht nur die internationale Prominenz zieht es in den Süden, sondern auch die einheimische Schickeria leistet sich im Alter gerne eine Wohnung im Dorf als Statussymbol. Die Aussicht auf Wiesen und Weiden, das pulsierende Industriegebiet sowie die Nähe zum Erholungsgebiet am Aspiweiher hat nicht nur die Immobilienpreise in die Höhe getrieben sondern auch die Bewohner nachhaltig verändert.

 

Nachdem die schweizweit erste Briefkastenstrasse mit senkrechten Ziegelfassaden fertig gestellt wurde, arbeiten bereits wieder verschiedene Investorengruppen an neuen Projekten. Der Damm des Aspiweihers soll massiv erhöht werden. Im Sommer kann der Teich so als Fischfarm genutzt werden, während er im Winter als Speichersee für das Horbenskigebiet dient. Dessen Pisten sollen zudem bis zum Luwa-Areal ausgebaut werden. Eine entsprechende Städtepartnerschaft mit St. Moritz steht kurz vor dem Abschluss. Am Rebberg ist eine mondäne Terrassenhaus-Siedlung geplant. Insbesondere der Ausblick hinüber ins Muri-Dorf macht diese Lage äusserst attraktiv.

 

Im Zuge der Modernisierung hat auch der Gemeinderat Muri entschieden, die Steuern im Muri-Dorf massiv zu senken. Der damit verbundene Zuzug von Gutverdienenden wird die kurzfristigen Steuerausfälle in Kürze kompensieren.

 

Zwecks Ansiedlung von Neureichen hat der Stadtrat Muri-Neuenburg vom 23. Februar bis zum 1. März 17 eine Schnupperwoche organisiert. Gestartet wird am Donnerstagmorgen mit einer lärmigen Stadtführung welche am Nachmittag fliessend ins Little Monster übergeht. Am Samstagabend werden im Rahmen der Réunion die witzigsten Neuzuzüger geehrt, bevor am Sonntag eine Jubiläums-Strassenfasnacht mit Champagnerdusche und Hummersuppe stattfindet.

 

Auch die Gewerbetreibenden werben um die neue Klientel. Im Kreyenbühl gibt es zum Kaffee neu anstatt Wasser ein Cüpli, der Frohsinn bietet Sushiabende an, die Engelbar wird zur Champagnerlounge und beim Beck Bütler werden die Schwarzwäldertorten neu mit Goldstreusel dekoriert. Die Ansiedlung einer Bank ist aber nach wie vor nicht geplant. Geld hat man schliesslich selber und muss es nicht auf der Bank holen.

 

Damit sich die Reichen und Schönen so richtig wohl fühlen, sind alle Dörflerinnen und Dörfler aufgerufen, sich in der fünften Jahreszeit so richtig in Schale zu werfen und das Geld mit beiden Händen auszugeben. Leisten Sie sich etwas Besonderes - fahren Sie an der Strassenfasnacht mit dem Porsche vor und feiern Sie mit. Man lebt schliesslich nur einmal und das am Besten in Muri-Neuenburg – der Goldküste am Lindenberg.